Im Weltall hört Dich niemand schreien

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Halloween! Zeit, um sich wieder mit einem Horror-Meisterwerk der Filmgeschichte zu beschäftigen. Da ich in diesem Jahr leider keine Zeit habe, eine so ausgiebige Filmanalyse zu machen wie im letzten Jahr über Kubricks The Shining, werde ich mich heute auf die Analyse eines Trailers beschränken.

In meinem Seminar „Das Herz der Story“ ergründe ich mit den Studenten, dass emotional packende Filme immer Reisen zu den Ängsten und Sehnsüchten der Hauptfiguren sind. Und damit natürlich auch zu unseren eigenen Sehnsüchten und Ängsten. Ridley Scott hat dies in seinem Meisterwerk „Alien“ perfekt verstanden. Der Film ist – trotz des Titels – kein Film über ein Alien sondern über die „Angst vor dem Unbekannten“. Der Titel „Alien“ steht somit weniger für das Alien im Sinne von „Außerirdisches Wesen“ sondern eher für „Das Fremde, das im Dunkeln lauert“ (und das uns nicht nur überfällt sondern außerdem noch durch den Mund befruchtet… Das Alien ist der widerwärtigste Triebtäter, der vorstellbar ist…).

Auch im Marketing des Films wurde verstanden, dass es um die Angst vor dem Monster und nicht um das Monster selbst geht. Legendär ist der Slogan „Im Weltall hört Dich niemand schreien“ geworden. Und der Trailer zum Film ist ein Kurzfilm-Meisterwerk. Eine kleine Ode an die Angst, in der das Alien nicht einen Frame lang zu sehen ist, wir aber trotzdem seine Präsenz spüren.

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2 Gedanken zu “Im Weltall hört Dich niemand schreien

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