Was können wir noch von Game of Thrones erwarten?

Neben dem YouTube-Kanal Filmlounge moderiert mein Freund Dominik Porschen nun auch wieder auf dem Kanal Filmfabrik. Auf beiden Channels bin ich immer gerne zur Stelle, wenn Dominik redaktionelle Hilfe braucht. Wir haben uns einmal Gedanken gemacht, was wir von der groß gehypten dritten Folge der achten Game of Thrones-Staffel erwarten.

Warum es keine guten Bösewichte mehr gibt – meine Analyse im neuen Kinemalismus-Magazin

Warum es keine guten Bösewichte mehr gibt – meine Analyse im neuen Kinemalismus-Magazin

Endlich ist die vierte Ausgabe des liebevollsten Filmmagazins Deutschlands erschienen. KINEMALISMUS heißt es, beschäftigt sich diesmal mit Filmbösewichten, und ich durfte wie schon in Nummer 3 einen ausschweifenden Text beisteuern.

Darin analysiere ich, warum die meisten Filmbösewichter heute schwächer auf der Brust sind als noch in den 80ern. Den Artikel könnt ihr hier lesen, schöner illustriert und umgeben von zahlreichen weiteren tollen Texten findet ihr ihn aber nur in der vierten Ausgabe von KINEMALISMUS, die ihr hier bestellen könnt.

 

Als mit den Antagonisten die Romantik starb

Große Bösewichter werden von pompöser Filmmusik begleitet – beides ist in aktuellen Blockbustern immer seltener zu finden

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Filmtipp: Rewind

„Der phantastische Film hat in Deutschland eine lange – ebenso stilprägende wie vergessene – Tradition“, das sagt mein Freund und Kollege Johannes Sievert, den ich an der Filmschule kennengelernt habe. Schon damals war er ein so leidenschaftlicher wie unermüdlicher Kämpfer für den deutschen Genre-Film. Mit Dominik Graf (der Regisseur, der gerne zwischen Genre- und Arthauskino hin und her pendelt) hat er zwei großartige Dokumentationen über das Thema gedreht: „Verfluchte Liebe Deutscher Film“ und „Offene Wunde Deutscher Film“.

Jetzt endlich konnte Johannes seinen ersten eigenen Genre-Film fertig stellen. Mit REWIND hat er tatsächlich den so dreckigen wie visionären Film geschaffen, den ich immer von ihm habe sehen wollen. Köln wirkt hier wie eine Film Noir-Stadt, in der ich der Spirit alter deutscher Gangster-Filme entfaltet. Dazu kommt ein cleverer Zeitreise-Plot, der mit seinen international besetzten Figuren den Film auf eine europäische Ebene holt. REWIND ist in der deutschen Genre-Geschichte verwurzelt, ist aber hoch modern erzählt – thematisch wie visuell.

REWIND läuft ab sofort im Kino. In Anlehnung an den alten Videotheken-Spruch kann ich allen nur dringend raten: BE KIND, SEE REWIND. Alle Kinotermine gibt es hier.

The Last Jedi – ein paar weitere Gedanken

Dominik Porschen und ich sind für die Filmlounge alle offenen Fragen, die wir nach Episode 7 hatten, durchgegangen und haben Episode 8 daraufhin abgeklopft, ob der Film die Handlung weitertreibt. Auch nach zweimaligen Ansehen muss ich sagen: Ein Film mit misslungener Struktur und viel verschenktem Potenzial. Statt die tolle Story, die unter viel oberflächlicher Action verborgen liegt, freizulegen, lenkt der Film mit Witzen und Pseudo-Wendungen ab. Das tut er aber immerhin unterhaltsam.

Erste Gedanken zu The Last Jedi

18.05 Uhr, das Embargo ist seit fünf Minuten vorbei, hier kommen meine ersten spoilerfreien Gedanken zu #TheLastJedi

Über weite Strecken macht Episode 8 Spaß. Gerade im ersten Drittel überzeugt der Film mit Tempo, einem tollen Spirit und wunderbaren Figuren. Gerade die Mechanikerin Rose ist ein toller neuer Charakter, der hervorragend ins Ensemble passt und viele Star Wars-Fans begeistern wird. Die Dynamik zwischen Poe Dameron und Leia stimmt, die Szenen, in denen Rey mit ihrem desillusionierten Mentor Luke zu tun hat, sind zum Teil hervorragend. Auch auf der Dunklen Seite stimmt die Chemie: Es gibt richtig gute Szenen zwischen Kylo Ren und General Hux.

Doch leider merkt man dem Film recht schnell an, dass er zu viel Ballast mit sich herumschleppen muss: Figuren und Storylines aus Episode 7, neue Figuren und Storylines, dann noch Restbestände aus der alten Trilogie. So wartet Episode 8 immer wieder mit schönen Momenten auf, doch im Großen und Ganzen verheddert sich der Film in seinen Storylines, erzwingt Motivationen für seine Figuren und findet einfach keinen klaren Bogen, weswegen er auf der Suche nach einem Finale immer länger wird. Große Dramatik gibt es dann plötzlich in fast jeder Szene, doch keine Wendung zieht ernsthafte Konsequenzen nach sich, so dass wir nach fast drei Stunden Spielzeit genauso schlau wie vorher sind, obwohl eigentlich unglaublich viel passiert ist.

Aus Sicht eines Geschichtenerzählers ist das katastrophal, doch natürlich handelt es sich hier nicht um ein Star Wars-Problem, sondern um eines des modernen Blockbuster-Kinos. Wie auch bei Marvel-Filmen muss viel passieren, ohne dass sich am Status Quo wirklich etwas ändert. Das Kinoerlebnis soll bewusst nicht komplett befriedigend sein, so dass Zuschauerin und Zuschauer wiederkommen. Es ist der alte McDonald’s-Trick: Lass die Ballast-Stoffe weg und erhöhe den Zuckergehalt, dann haben die Leute Spaß, sind aber immer noch hungrig genug, um wiederzukommen. Und so macht Episode 8 zwar Spaß und verzuckert viele Szenen und Dialoge (mal mit Gags und mal mit Nostalgie), ist am Ende aber leider ein hohler Film ohne Ballaststoffe – ohne eine Storywendung, die dem Ganzen wirklich Gewicht oder Drive in eine neue Richtung geben würde.

Am Samstag schaue ich den Film noch einmal und melde mich dann mit Spoilern wieder. Vielleicht gefällt er mir beim zweiten Anschauen ja besser.

Wonder Woman nicht ganz so wundersam

Ich habe meinem Freund Dominik Porschen dabei geholfen, sich ein wenig unbeliebt zu machen. Im Gegensatz zu vielen Kritikern mochten wir den neuen WONDER WOMAN-Film weniger und meinen, auch gute Gründe dafür zu haben. Die haben wir zusammengefasst – und Dominik trägt sie gewohnt sympathisch vor.